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 Protest gegen die Kampagne "Keine Haie in unseren Flüssen"

Schild

Der folgende Brief ging am 28. Juli 2014 an die Polizeikorps der Kantone Bern, Aargau, Schaffhausen, Solothurn, St. Gallen, Thurgau und Zürich, die städtischen Polizeikorps Winterthur und Zürich, die Schifffahrtsämter Zürich und St. Gallen, die Werbeagentur Therefore GmbH sowie die Schweizerische Lebensrettungsgesellschaft (SLRG).

Betreff: Kampagne "Keine Haie in unseren Flüssen"

Sehr geehrte Damen und Herren

Wir haben mit sehr grosser Irritation von ihrer Kampagne "Keine Haie in unseren Flüssen" Kenntnis nehmen müssen. Eine Sicherheitskampagne, die Menschen auf Gefahren in Schweizer Gewässern aufmerksam macht, ist sicherlich notwendig und hilft Leben zu schützen. Der Aufhänger Haie ist jedoch, neben der etwas abstrakten Herleitung für Schweizer Gewässer, auch im Hinblick darauf denkbar schlecht gewählt, dass in der Regel nicht Haie für Menschen eine Gefahr darstellen sondern Menschen für Haie.

Ihre Kampagne schürt die ungerechtfertigte Angst vor Haien und schadet damit direkt bedrohten Haiarten!

Im langjährigen Durchschnitt ereignen sich jährlich weltweit nur zwischen 53 bis 82 Unfälle mit Haien. Davon enden weniger als 7 tödlich!
Dagegen werden ca. 100 Millionen Haie pro Jahr oft auf grausame Art und Weise abgeschlachtet, 73 Millionen allein für die Flossen in der Haiflossensuppe.

Viele der weltweiten Haibestände sind stark bedroht. Viele Haiarten befinden sich seit Jahren auf der Roten Liste gefährdeter und stark gefährdeter Arten. International kämpfen diverse Organisationen für den Schutz und die Erhaltung der Haie, die eine sehr wichtige ökologische Regulationsfunktion in unseren Meeren übernehmen. In den letzten Jahren konnten mit grossen Anstrengungen von nationalen und internationalen Organisationen einige signifikante Erfolge für einen verbesserten Haischutz erzielt werden. Diese Erfolge waren nur durch die Unterstützung von hunderttausenden von Menschen möglich, denen der Haischutz und die Gesundheit unserer Ozeane am Herzen liegt.

Doch Menschen schützen nicht das, wovor sie Angst haben, sei diese Angst auch noch so unberechtigt. Darum versuchen wir und weltweit viele andere Organisationen, das emotional negativ geprägte Bild der Haie als blutrünstige, dumme Fressmaschinen mit Fakten zu korrigieren und das Wissen um die Wichtigkeit der Haie für ein ausgeglichenes Ökosystem unserer Ozeane zu vermitteln.

Ihre Kampagne macht diese Anstrengungen zunichte!

Es ist uns bewusst, dass sie die momentan laufende Kampagne nicht zurückziehen können. Wir möchten sie jedoch dringendst darum bitten, bei einer eventuellen Verlängerung oder Neuauflage dieser Kampagne, und auch bei potentiellen anderen Kampagnen, unbedingt auf die Verwendung von Haien als "Angstmacher" zu verzichten. Es bieten sich ja ausreichend andere Aufhänger an, von zerbrochenen Flaschen über entsorgte Fahrräder bis hin zu Menschen. Allein in New York werden jährlich mehr Menschen von Menschen gebissen als weltweit von Haien.

Wir verbleiben mit freundlichen Grüssen

Dr. Alexander Godknecht
Präsident Hai-Stiftung
Sigrid Lüber
Präsidentin OceanCare
Alex Smolinsky
Präsident Sharkproject Schweiz
Hai-Stiftung OceanCare Sharkproject CH

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