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Die Stiftung unterstützt Projekte finanziell und beratend. Zur Qualitätskontrolle und Qualitätssicherung verlangt sie jährlich Projekt-Berichte. Die Projekte der Hai-Stiftung werden bei Bedarf vom > Wissenschaftlichen Beirat der Stiftung begutachtet, der aus hochkarätigen Hai-Forschern und Wissenschaftlern besteht.

Um die verschiedenen Projekte durchführen zu können, sind wir auf Ihre Hilfe angewiesen. Sie können direkt die verschiedenen Projekte unterstützen, indem Sie auf dem > Einzahlungsschein oder einer > Banküberweisung den entsprechenden Spendencode eintragen.


 Thermoregulation Ammenhaie

Spendencode: Thermoregulation Ammenhaie

CEFAS Tag an Ammenhai Weibchen Nr. 286
© Wes Pratt
CEFAS Tag an Ammenhai Weibchen Nr. 286

Verhalten weiblicher Ammenhaie in Bezug auf die Temperaturregulation nach der Paarung

Seit Tausenden von Jahren sammeln sich Ammenhaie (> Ginglymostoma cirratum) in den sehr warmen Gewässern der > Dry Tortuga-Inseln vor Florida jeweils im Juni und Juli zur Paarung. Das Projektteam hat in den letzten 21 Jahren über hundert dieser circa zwei bis drei Meter langen Tiere markiert und studiert. Um die Ammenhaie möglichst wenig zu stören, kamen für die Markierungen nur Kajaks und Netze zum Einsatz.

Ammenhaie suchen regelmässig Regionen auf, die für sie optimale Bedingungen aufweisen. Dieses Projekt soll zum Verständnis beitragen, warum trächtige Ammenhai-Weibchen Regionen mit spezifisch hohen Temperaturen aufsuchen. Ammenhaie paaren sich jeweils im Juni und Juli in den warmen, seichten Lagunen der Dry Tortugas. Manche der weiblichen Tiere kehren im Herbst zum Gebären in diese Gewässer zurück. Es wird vermutet, dass die Haie diese Plätze aufsuchen, um ihre Körpertemperatur, ähnlich den Reptilien, zu erhöhen um dadurch die Entwicklung ihrer Embryonen und das Gebären zu erleichtern.


Markierter Ammenhai in den warmen, flachen Gewässern der Dry Tortugas.
© Wes Pratt
Markierter Ammenhai in den warmen, flachen Gewässern der Dry Tortugas.

Mit Unterstützung der Haistiftung wurden 14 CEFAS G5-Sender, die Temperatur und Wassertiefe registrieren, an weiblichen Ammenhaien befestigt. Da die Haie zwecks Paarung alle zwei bis drei Jahre zu den Dry Tortugas zurückkehren, wurde je die Hälfte der Sender in den Jahren 2011 und 2012 angebracht.

Aktivitäten im Jahr 2012
2012 wurden 13 erwachsene Weibchen und 7 erwachsene Männchen gefangen oder wiedergefangen. 8 Weibchen wurden mit Netzen gefangen und markiert. 3 wurden photographisch und weitere 2 elektronisch (Sender) registriert. Die 8 gefangenen Weibchen wurden mit Temperatur/Tiefe Sensoren markiert. Die 7 Männchen wurden nur visuell, photographisch oder elektronisch registriert.
Insgesamt verbrachtete das Team 28 Tage auf den Dry Tortugas und registrierte während insgesamt 140 Beobachtungstunden 137 Hai-Paarungen, ein mit den vorhergehenden Jahren übereinstimmender Wert.

Resultate Stand Juni 2012
Bis zum heutigen Zeitpunkt wurden 145 Haie markiert. 47 von ihnen konnten 117 mal vor den Dry Tortugas erneut gefangen werden (1 - 6 Wiederfänge). Dies zeigt deutlich, wie regelmässig die Ammenhaie die Dry Tortugas aufsuchen. Da die Ammenhaie sich nur alle zwei bis drei Jahre paaren, wurden die im 2011 markierten Tiere bisher noch nicht gesichtet.

Zukunftspläne
2013 wird die Projektgruppe ihre 23. jährliche Reise zu den Dry Tortugas angetreten, um eine weitere Gruppe von Haien mit CEFAS G5 Sendern auszurüsten und die Daten der Empfänger zu sichern. Mit der Auswertung der im Juni und Juli 2011 angebrachten Sender wird dann im Jahr 2013 gerechnet. Die Haie, die im Sommer 2012 markiert wurden, kehren voraussichtlich im Juni/Juli 2014 zu den Dry Tortugas zurück.


Projektleiter: Wes Pratt

Die Stiftung finanziert das Projekt seit 2011.
Investitionen bis heute: ca. CHF 7'500.00


 
 Fressverhalten junger Zitronenhaie

Spendencode: Fressverhalten junger Zitronenhaie

Fressverhalten junger Zitronehaie

Nahrung versorgt den Körper mit Energie für Wachstum, individuelle Fitness und die Fortpflanzung. In marinen Lebensräumen ernähren sich Räuber (z.B. Haie) von einer breiten Vielfalt von Lebewesen unterschiedlicher Art und Grösse. Inwiefern sich die Zerstörung und Überbauung von Küstenregionen auf die Nahrungsgrundlage der Haie auswirkt, wurde in dieser Masterarbeit der Universität Basel untersucht.

Die Insel Bimini (Bahamas) dient einer grossen Vielfalt von Organismen als Lebensraum. Unter anderem ist die Insel eine Geburtsstätte für junge Zitronenhaie (Negaprion brevirostris). Die jungen Zitronenhaie (0 - 4 jährig) nutzen diese, von Mangroven gesäumte Küstenlandschaft, als Schutz vor grossen Räubern und als Jagdrevier. Ein grosser Teil der Mangroven und der angrenzenden Seegrasgewächse wurden in den letzten 10 Jahren durch ein Hotelbauprojekt zerstört. Um den Einfluss und Umfang dieser Habitatszerstörung zu untersuchen, haben wir während sechs Monaten eine grosse Vielfalt der dort lebenden Kleintiere (kleine Fische und Krebse, die zur Nahrungsgrundlage der jungen Zitronenhaie gehören) gesammelt und identifiziert. Zeitgleich wurden jungen Zitronenhaie gefangen, um deren Mageninhalte zu analysieren. Die Kleintiersammlung und die Nahrungsbestandteile in den Mägen der jungen Zitronenhaie wurden danach mit einer älteren Studie vor dem Hotelbauprojekt (2000 - 2003) verglichen, um Veränderungen in der Ernährung zu untersuchen.


Bimini Zitronenhai-Kinderstube.
© Ornella Weideli
Bimini Zitronenhai-Kinderstube.

Wir vermuteten, dass die Zerstörung des Lebensraumes die Struktur und Vielfalt der kleinen Organismen und dadaurch auch das Fressverhalten der jungen Zitronenhaie verändert. Erstaunlicherweise haben wir keine offensichtlichen Unterschiede in der Vielfalt der Kleinorganismen um Bimini gefunden. In beiden Datensammlungen (vor und nach dem Hotelbauprojekt) dominieren die selben fünf Familien die Küstenlebensräume von Bimini. Im Gegensatz dazu hat sich die Zusammensetzung der Arten, die in den Mägen der jungen Zitronenhaien identifiziert wurden, über die Jahre hinweg signifikant verändert. Es wurden auch neue Nahrungsbestandteile in den Mägen der Haie gefunden, wie zum Beispiel Überreste von grossen, nicht in Küstenregionen vorkommenden Fischen, grosse Meeresschnecken und Hühnerknochen. Diese Überreste wurden höchstwahrscheinlich von Menschen in die Bucht eingeführt.


Analyse des Mageninhalts
© Ornella Weideli
Analyse des Mageninhalts

Die Identifikation dieser auf menschlichen Einfluss zurückzuführenden Nahrungsbestandteile führte zur Annahme, dass sich junge Zitronenhaie gelegendlich von Aas ernähren, was als eine Neuentdeckung gilt. Wir gehen davon aus, dass Tiere, die in anthropologisch veränderten Lebensräumen leben und sich dort von Aas ernähren, diese neue Nahrungsquelle nutzen, da sie nur einen minimalen Energieaufwand erfordert. Weitere detaillierte Studien werden benötigt um das gesamte Ausmass der Lebensraumzerstörung und deren Auswirkung auf junge Zitronenhaie zu verstehen.


Projektleiterin: Ornella Weideli

Die Stiftung finanziert die Masterarbeit an der Universität Basel mit CHF 4'000.00

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