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Die Stiftung unterstützt Projekte finanziell und beratend. Zur Qualitätskontrolle und Qualitätssicherung verlangt sie jährlich Projekt-Berichte. Die Projekte der Hai-Stiftung werden bei Bedarf vom > Wissenschaftlichen Beirat der Stiftung begutachtet, der aus hochkarätigen Hai-Forschern und Wissenschaftlern besteht.

Um die verschiedenen Projekte durchführen zu können, sind wir auf Ihre Hilfe angewiesen. Sie können direkt die verschiedenen Projekte unterstützen, indem Sie auf dem > Einzahlungsschein oder einer > Banküberweisung den entsprechenden Spendencode eintragen.


 Bullenhai Markierung Fidschi

Spendencode: Bullenhai Markierung

Das Bullenhai Markierungs Programm erforscht das Verhalten, die Ökologie und Aspekte der Populationsbiologie der Bullenhaie (Carcharhinus leucas) im Pazifik und Atlantik. Dabei werden direkte und indirekte Beobachtungs- sowie genetische Methoden angewendet. Die direkte Beobachtung der Bullenhaie in ihrem natürlichen Lebensraum ermöglicht es, mit anderen Methoden nicht zu beobachtende Verhaltensaspekte zu dokumentieren. Bullenhaie werden im Shark Reef Marine Reserve in Fidschi seit 2003 regelmässig von Tauchern beobachtet. Auf diese Weise können bspw. Daten zur lokalen Populationsgrösse gesammelt werden. Gleichzeitig werden regelmässig Gewebeproben für genetische Analysen genommen, welche im Zusammenhang mit der Erforschung der globalen genetischen Struktur des Bullenhais von Bedeutung sind.

Bullenhai
© Klaus Jost / Hai-Stiftung
Bullenhai (Carcharhinus leucas).

Klein- und grossräumige Bewegungsmuster von Bullenhaien in Fidschi und im Atlantik (Bahamas und Florida) werden mit Hilfe von Satelliten- und akustischer Telemetrie erforscht. Sogenannte Pop-up Satellitensender werden extern am Bullenhai angebracht und sammeln während einer vordefinierten Zeitspanne Druck-, Temperatur- und Lichtintensitätsdaten. Danach löst sicher der Sender automatisch vom Hai, steigt an die Wasseroberfläche, und sendet von dort die gespeicherten Daten via Satellit an den Forscher. Die so gesammelten Daten geben Informationen zu grossräumigen Bewegungen über Hunderte von Kilometern sowie zum Tauchverhalten des Tiers, und tragen so zur besseren Definition der ökologischen Nische des Bullenhais bei.

Vorbereitung der hoch komplexen Sender.  Tags
© Klaus Jost / Hai-Stiftung
Vorbereitung der hoch komplexen Sender.

Im Rahmen des Bull Shark Tagging Programme werden kleine akustische Sender in Fidschi und auf den Bahamas an Bullenhaie verfüttert, extern angebracht oder unter die Haut implantiert. Ein so markierter Hai wird anschliessend von Empfängern, die über verschiedene Riffe verteilt sind registriert, wenn er sich innerhalb der Reichweite (wenige bis mehrere Dutzend Meter, abhängig vom Standort und der Riffstruktur) eines Empfängers befindet. So können die kleinräumigen Bewegungsmuster der Bullenhaie, aber auch die An- resp. Abwesenheit von individuellen Haien innerhalb eines geschützten Gebietes erforscht werden. Akustische Sender, die an Haie verfüttert werden können zudem die Magentemperatur des Tiers messen und wichtige physiologische Daten liefern.

Projektleiter Jürg Brunnschweiler

Die Stiftung teilfinanziert das Projekt seit 2004 mit Sendern und Empfängern.
Investitionen bis heute: ca. CHF 41'200

 
 Hai-Schutzzone Fidschi

Spendencode: Shark Reef Fidschi

Der Tauchtourismus ist in vielen Regionen zu einem wichtigen Schutzfaktor für Haie geworden. Studien auf den Bahamas, in Südafrika, auf den Malediven und in anderen Tauchregionen konnten zeigen, dass der Wert eines lebenden Hais, den Taucher in seinem natürlichen Lebensraum beobachten können, ca. 10‘000 Dollar pro Jahr beträgt. Demgegenüber stehen einmalig geschätzte 500 Dollar, wenn ein Hai für seine Flossen und andere Produkte getötet wird.

Shark Reef Fidschi
© Klaus Jost / Hai-Stiftung
Shark Reef Marine Reserve vor der Südküste Viti Levus, Fidschi

Das Shark Reef Marine Reserve Projekt hat Modellcharakter. Die Stiftung unterstützt seit 2005 das Projekt von Mike Neumann auf Fidschi. Lokale Fischer, welche die Fischereirechte am Shark Reef vor der Südküste Viti Levus besitzen, verzichten im Shark Reef Marine Reserve auf jegliches Fischen. Als Kompensation erhalten sie eine Marineparkgebühr. Diese Gebühren werden von dem lokalen Tauchanbieter von Tauchern eingezogen, die im Shark Reef Marine Reserve tauchen. Auf diese Weise ist in den letzten Jahren eine einmalige Hai-Schutzzone mit Modellcharakter entstanden, die auch für viele andere Riffbewohner attraktiv ist.

Neben acht Haiarten sind mehr als 400 verschiedene Fischarten regelmässig im Shark Reef Marine Reserve anzutreffen.


Wieder intakte Unterwasserwelt am Shark Reef.
© Klaus Jost / Hai-Stiftung
Wieder intakte Unterwasserwelt am Shark Reef.

Shark Reef Marine Reserve ist nicht nur ein Haischutzprojekt im Südpazifik, sondern wird auch als Plattform für das Bull Shark Tagging Programme genutzt. Im Schutzgebiet können Haie und viele andere Fischarten direkt beobachtet und bei Bedarf mit Satelliten- und akustischen Sendern ausgerüstet werden.

Projektleiter: Mike Neumann

Die Stiftung finanzierte in einem ersten Schritt das 10 m Motorboot "Reef Warden" mit dem ausgebildete Wildhüter das Naturschutzgebiet kontrollieren fü CHF 23'000.

Investitionen bis heute: CHF 26'600

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