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Beendete Projekte der Hai-Stiftung

Die Hai-Stiftung unterstützt seit 1997 verschiedene Projekte im Bereich Hai-Schutz. Einige Projekte konnten bereits erfolgreich beendet werden. Andere mussten leider wegen mangelnder Resultate oder unzureichender Zusammenarbeit vorzeitig beendet werden.


Index

  2015
> Hai-Identifikation
> Bullenhai Wanderungen Fidschi (Teilprojekt 2)
> Sägehaie in Mosambik und Ostafrika
> Eingeborene Fischerei in Fidschi

2012
> Stressuntersuchungen bei Haien
> Ernährung juveniler Zitronenhaie
> Effekte von Fang und wieder Freilassen (Catch and Release) Fischerei auf Haie
> Verhaltensuntersuchung von grauen, Schwarz- und Weissspitzen Riffhaien in Fidschi

2010
> Hai Informationsprojekt Hong Kong

2007
> Bullenhai Wanderungen Fidschi (Teilprojekt 1)
> Tracking Workshop am AES Treffen

2006
> Wanderung Golf von Mexiko
> Lokale Fischerei Tamil Nadu

2002
> Verhaltensforschung
> Hai-Inventar
> Walhaie
> Tiefseehaie

2000
> Molekularbiologische Untersuchungen von Weissen Haien


2015

 
Hai-Identifikation   Das überaus erfolgreiche Projekt "Hai-Identifikation" von Prof. Mahmood Shivjis Labor an der Nova Southeastern University, Daenia Beach, FL, wurde Ende 2015 nach 15 Jahren beendet. Mit der Unterstützung der Hai-Stiftung konnten während des Projektes 15 wissenschaftliche Publikationen veröffentlicht werden.
High-Lights des Projektes waren:
  • Die Möglichkeit, anhand einfacher molekularbiologischer Methoden, über 20 teilweise stark bedrohte Haiarten identifizieren zu können.
  • Die Identifikation von Gewebe von Weissen Haien ermöglichte es, diese vom Aussterben bedrohten Haie auf die CITES Liste besonders gefährdeter Tiere aufzunehmen.
  • Mit Hilfe der Identifikationsmethoden von Prof. Shivji konnte an verschiedenen Haiflossen-Handelsplätzen, u.a. Hong Kong, eine fundierte Schätzung der Artenzusammensetzung und damit eine Schätzung der weltweit jährlich nur für ihre Flossen gefangenen Haie (ca. 73 Mio) zu erstellen.
  • Als Unterprojekt konnten von Prof. Shivjis Labor erstmalig multiple Vaterschaft und Jungfernzeugung bei Haien mit seinen molekularbiologischen Analysemethoden untersucht werden.
Die Hai-Stiftung hat das Projekt zwischen den Jahren 2000 bis 2015 mit insgesamt CHF 186'000 gefördert.


 

Bullenhai Wanderungen Fidschi (Teilprojekt 2)   Das Projekt "Bullenhai Wanderungen Fidschi" von Dr. Jürg Brunnschweiler wurde Ende 2015 beendet. Die Hai-Stiftung hat dieses Projekt seit 2004 unterstützt. Während des Projektes konnten 7 wissenschaftliche Publikationen veröffentlicht werden.
Das Projekt untersuchte die grossräumige und lokale Verbreitung von Bullenhaien in Fidschi, spezifisch der Region um das Shark Fin Reef. Mit Hilfe von Satellitensendern (grossräumig) und akustischen Sendern (kleinräumig) konnten sehr interessante Daten über die Bewegungsmuster und das Verhalten der Bullenhaie in dieser Region gesammelt und analysiert werden.
In mehreren kleineren Projekten im Rahmen von Masterarbeiten wurden zwischen 2011 und 2014 die lokale Hai-Fischerei untersucht und mögliche Flüsse als Kinderstuben für Bullenhaie identifiziert. Das Projektteam konzentriert sich nun auf Regionen in Fidschi, die von den Bullenhaien als Kinderstuben genutzt werden. Im Rahmen einer Dissertation wird ab 2016 ein neues Projekt in Fidschi gestartet, das verschiedene Aspekte der Bullenhai Kindestuben systematisch untersuchen wird. Die Hai-Stiftung hat das Projekt zwischen den Jahren 2000 bis 2015 mit insgesamt CHF 63'800 gefördert.


Sägehaie in Mosambik und Ostafrika   Alle Sägehaiarten befinden sich auf der Roten Liste des IUCN und sind weltweit stark bedroht. In Afrika muss angenommen werden, dass sie in grossen Teilen ihres früheren Ausbreitungsgebietes bereits ausgerottet sind. Mit diesem Projekt soll das Vorkommen von Sägehaien in Mosambik und anderen ostafrikanischen Küstenregionen erstmals detailliert aufgenommen werden um die Basisinformationen für einen effektiveren Schutz dieser letzten Sägehaie zu erhalten.
Das Projekt wurde im Dezember 2013 beantragt, bewilligt und begann im Mai 2014. Es konnte im August 2015 mit einem Schlussbericht erfolgreich abgeschlossen werden.
Bis Oktober 2014 wurden 201 strukturierte Interviews mit Fischern, Fischhändlern und Fischereiüberwachern in allen Küstenprovinzen von Mosambik geführt und dokumentiert. In den Interviews wurden sehr vereinzelt noch Fänge im Jahr 2014 erwähnt, was die Hoffnung zulässt, dass die stark bedrohten Sägehaie zumindest in zwei Küstengebieten in Mosambik noch nicht vollständig verschwunden sind. Zukünftige Schutzbemühungen sollten sich auf diese beiden Regionen konzentrieren.
Analysen von 13 Sägehai-Sägen in Museen deuten auf das Vorkommen der 2 Arten, dem Grosszahn Sägehai (Pristis pristis) und dem Grünen Sägehai (P. zijsron) in Mosambik hin. Neben der Analyse des Vorkommens von Sägehaien konnte auch eine erfolgreiche Sensibilisierung von öffentlichen Stellen wie dem Nationalen Fischerei-Forschungsinstitut (IIP) und Nicht-Regierungsorganisationen in Mosambik für die bedrohten Sägehaie erreicht werden. Mitarbeiter des IIP erhielten eine Schulung zur Identifikation von Sägehaien.
Projektleiter waren Ruth Leeney und Simon Pierce. Eine wissenschaftliche Publikation der Arbeiten wurde im Februar 2017 unter dem Titel "Are sawfishes still present in Mozambique? A baseline ecological study" publiziert.
Die Hai-Stiftung hat das Projekt zwischen den Jahren 2014 bis 2015 mit insgesamt CHF 17'100 gefördert.


Eingeborene Fischerei in Fidschi   Beobachtungen an dem sehr gut untersuchten Shark Reef an der Südküste von Viti Levu, Fidschi, zeigten, dass geschlechtsreife Bullenhaie gegen Ende jeden Jahres diese Region für Wochen bis Monate verlassen, um dann wieder zurückzukehren. Die Hypothese war, dass sich die Haie sich zur Fortpflanzung aus der Region entfernen. Interessant war hierbei die Frage, wo sich die Bullenhaie fortpflanzen. Ausführliche Interviews mit lokalen Fischern im Jahr 2009 deuteten darauf hin, dass junge Bullenhaie in allen grossen Flüssen in Fidschi gefunden werden können. Im Navua Fluss, dem am nächsten zum Shark Reef gelegene Fluss in Fidschi, wurden junge Bullenhaie bis 38 km stromaufwärts gefunden. Probefänge von 2010 konnten das Vorkommen von jungen Bullenhaien im Mündungsgebiet des Navua bestätigen.
Das Pilotprojekt 2014 wurde erfolgreich durchgeführt und bestätigte, dass Bullenhaie diese Region auch als Kinderstuben nutzen. Das Pilotprojekt wurde 2015 beendet. Kerstin Glaus wird im Rahmen ihrer Dissertation an der University of the South Pacific (Fidschi) die Bullenhai-Kinderstuben in dieser Region eingehend untersuchen. Ein Antrag für die Unterstützung dieser Dissertation an die Hai-Stiftung ist Anfang 2016 geplant.
Projektleiter waren Dr. Jürg Brunnscheiler und Kerstin Glaus (Universität Basel).
Die Hai-Stiftung hat das Projekt zwischen den Jahren 2014 bis 2015 mit insgesamt CHF 15'700 gefördert.



2012

 
Stressuntersuchungen bei Haien   Beim Fang sind Haie verschiedenen Stressfaktoren ausgesetzt. In der Untersuchung sollte zum einen festgestellt werden, ob und wie verschiedene Hai-Arten auf Stress reagieren und welche Fangmethoden für die wissenschaftliche Untersuchung von Haien am geeignetsten sind. Der Tiermediziner M. Hyatt nutzte für seine Untersuchungen die gut ausgerüstete Infrastruktur des Hai-Kinderstuben Projektes in Ten Thousand Islands (Florida, USA). Hyatt untersuchte die drei Hai-Arten Schaufelnasen Hammerhaie, Bullen- und Zitronenhaie und ihre Reaktionen auf den Fang mit Langleinen bzw. Netzen sowie die Wassertemperatur. Der Grad des Stresses wurde anhand von Kohlendioxyd, Kohlensäure und Laktat Blutwerten kurz nach dem Fang und kurz vor dem Freilassen gemessen. Es zeigte sich eindeutig, dass Langleinenfänge weniger Stress verursachen als Netzfänge. Wahrscheinlich dadurch, dass sich die Haie trotz der Haken an Langleinen immer noch relativ frei bewegen und atmen können. Starke Unterschiede wurden aber auch zwischen den einzelnen Arten deutlich. So sind Hammerhaie wesentlich sensibler als Zitronenhaie. Bullenhaie zeigen kaum Stresseffekte. Allen Arten gemeinsam ist jedoch, dass, je höher die Wassertemperatur, desto höher der Sauerstoffmangel und damit die Sterbewahrscheinlichkeit.
Das Fazit für wissenschaftliche Untersuchungen von Haien ist somit eindeutig: Langleinen sind Netzen vorzuziehen; die Fanggeräte müssen sehr häufig kontrolliert werden, um die Haie so kurz als möglich dem Fangstress auszusetzen; verschiedene Arten reagieren unterschiedlich auf Stress, speziell Hammerhaie sind äusserst empfindlich; je wärmer das Wasser, desto schneller muss gearbeitet werden.
Diese Resultate sind auch für die Markierung von Haien mit den sehr teuren Satellitensendern äusserst wichtig. Je höher die Überlebenswahrscheinlichkeit eines markierten Haies, desto mehr Daten können mit den Satellitensendern ausgewertet werden. An Bord lassen sich Kohlendioxyd, Kohlensäure und Laktat Blutwerte sehr einfach bestimmen. Mit auf das Gewicht des Hais abgestimmten Blutpuffern kann bei Haien, die zur Anbringung von Sendern gefangen wurden, die Überlebenswahrscheinlichkeit stark erhöht werden.
2011 wurde eine wissenschaftliche Publikation eingereicht, die 2012 veröffentlicht wurde. > Publikationen
Projektleiter: Michael Hyatt
Unterstützungssumme 2010/11: 9'500 CHF


Ernährung juveniler Zitronenhaie   In Bimini (Bahamas) wurde untersucht, ob sich nach massiven Veränderungen in der Umgebung der Zitronenhai-Kinderstuben (Ferienkomplex, grossflächige Abholzung von Mangrovengebieten) die Ernährungsmuster junger Zitronenhaie verändert haben. Die Resultate zeigen, dass sich die Zusammensetzung der Arten in der Küstenregion kaum geändert hat. Dennoch gab es grössere Änderungen im Jagdverhalten und somit in der Beute der jungen Haie. Es konnte festgestellt werden, dass in den Mägen der Junghaie auch vermehrt Abfallprodukte wie Hühnerknochen, Muscheln und nicht lokale Fische befanden, die klar auf einen verstärkten menschlichen Einfluss zurückzuführen sind. Für junge Zitronenhaie ist es wahrscheinlich energieeffizienter, sich von menschlichen Abfällen zu ernähren, als aktiv zu jagen.
Projektleiter: Ornella Weideli (Masterarbeit Universität Basel)
Unterstützungssumme 2011: 3'600 CHF


Effekte von Fang und wieder Freilassen (Catch and Release) Fischerei auf Haie   Die Stiftung übernahm die Start-Finanzierung eines grösseren Projektes, das den Effekt von Fischerei auf Haie untersucht. Haie werden auch für Forschungszwecke getötet bzw. Forscher nutzen auch Haie, die von der kommerziellen Fischerei direkt oder im Beifang oder von Sportfischern gefangen und getötet wurden. Das Projekt untersucht generelle ökologische Risiken für Haie und evaluiert verschiedene Methoden, um wissenschaftliche Daten von lebenden Haien zu erhalten.
2011 erschien eine wissenschaftliche Publikationen, eine zweite wurde eingereicht und erschien 2012. > Publikationen
Projektleiter: Neil Hammerschlag
Unterstützungssumme 2010/11: 9'500 CHF


Verhaltensuntersuchung von grauen, Schwarz- und Weissspitzen Riffhaien in Fidschi   Bei den drei Hai-Arten wurde das Kontinuum von Scheu bis Mutig bezüglich intra- und interspezifischer sowie sexueller Unterschiede untersucht. Bei der Untersuchung konnten klar diverse Unterschiede zwischen den Arten und auch den Geschlechtern festgestellt werden.
Projektleiter: Kirsty Richards und Jürg Brunnschweiler
Unterstützungssumme 2011: 4'500 CHF


 

2010

 
Hai Informationsprojekt Hong Kong
  Hong Kong ist die internationale Drehscheibe im Haiflossen Handel. Mehr als 70 % aller Haiflossen werden via Hong Kong in die asiatische Region und speziell das chinesische Festland transportiert. In Zusammenarbeit mit den in Hong Kong lebenden Photografen Alex Hofford und Paul Hilton soll eine Aufklärungskampagne über den Haiflossen-Handel aufgebaut werden.
2010 konnte mit signifikanter finanzieller Unterstützung der Hai-Stiftung das Buch > MAN & SHARK (192 Seiten, Chinesisch und Englisch) publiziert werden. Die Hai-Stiftung hat das Projekt mit ca. CHF 15'000.00 unterstützt.



2007

 
Bullenhai Wanderungen Fidschi (Teilprojekt 1)  
Für nahezu alle Haiarten fehlen biologische Daten, speziell über ihre exakten geographischen Verbreitungsgebiete, ihr Migrationsverhalten oder zuverlässige Zahlen zu Populationsgrössen. Dies trifft auch auf weit verbreitete, küstennah lebende Arten wie den Bullenhai (Carcharhinus leucas) zu.

Bullenhaie
© Klaus Jost / Hai-Stiftung
Bullenhaie (Carcharhinus leucas).
An Orten, an denen Bullenhaie auf regelmässiger Basis angetroffen werden können, haben Beobachtungen während der letzten Jahre gezeigt, dass erwachsene Individuen diese Gebiete im Frühling für zwei bis vier Monate verlassen und im Sommer zurückkehren. Wohin sie während dieser Zeit migrieren ist bislang unbekannt. Der Schluss liegt nahe, dass Bullenhaie während dieser Zeit ihre Reproduktionsgebiete/Kinderstuben aufsuchen.<br /><br />Anfang 2003 wurde deshalb von einem internationalen Forscherteam in den bahamesischen Gewässern das Bullenhai Tagging Programm gestartet. Das Ziel dieses Programmes ist es, die Kinderstuben der Bullenhaie und die zu ihnen führenden Migrationsrouten zu finden. In einem zweiten Schritt sollen Konzepte zum Schutz dieser Gebiete zu erarbeitet werden.<br /><br />Basierend auf den Erfahrungen und Resultaten des Bahama-Pilotprojektes wurden 2004 die Studie zum Migrationsverhalten der Bullenhaie auf den Fiji Inseln gestartet. Diverse Bullenhaie wurden für die Untersuchung mit Satellitensendern markiert. Die Sender lösen sich zu einem festgesetzten Zeitpunkt vom Hai und senden Daten über Wanderrouten, Tiefe, Temperaturen etc. an die Satelliten. Die Daten können dann mit spezifischen Computerprogrammen ausgewertet werden.<br />In einer ersten Phase wurden drei Bullenhaie mit Satellitensendern ausgestattet, die sich Ende 2004 von den Haien lösen und an die Oberfläche treiben werden. Im Verlauf des Jahres 2004 wurden weitere Bullenhaie mit solchen Sendern ausgerüstet. Ende 2004 trafen die ersten Daten ein, die 2005 ausgewertet werden können.  Tags
© Klaus Jost / Hai-Stiftung
Vorbereitung der hoch komplexen Sender.

An Orten, an denen Bullenhaie auf regelmässiger Basis angetroffen werden können, haben Beobachtungen während der letzten Jahre gezeigt, dass erwachsene Individuen diese Gebiete im Frühling für zwei bis vier Monate verlassen und im Sommer zurückkehren. Wohin sie während dieser Zeit migrieren ist bislang unbekannt. Der Schluss liegt nahe, dass Bullenhaie während dieser Zeit ihre Reproduktionsgebiete/Kinderstuben aufsuchen.

Anfang 2003 wurde deshalb von einem internationalen Forscherteam in den bahamesischen Gewässern das Bullenhai Tagging Programm gestartet. Das Ziel dieses Programmes ist es, die Kinderstuben der Bullenhaie und die zu ihnen führenden Migrationsrouten zu finden. In einem zweiten Schritt sollen Konzepte zum Schutz dieser Gebiete zu erarbeitet werden.

Basierend auf den Erfahrungen und Resultaten des Bahama-Pilotprojektes wurden 2004 die Studie zum Migrationsverhalten der Bullenhaie auf den Fiji Inseln gestartet. Diverse Bullenhaie wurden für die Untersuchung mit Satellitensendern markiert. Die Sender lösen sich zu einem festgesetzten Zeitpunkt vom Hai und senden Daten über Wanderrouten, Tiefe, Temperaturen etc. an die Satelliten. Die Daten können dann mit spezifischen Computerprogrammen ausgewertet werden.
In einer ersten Phase wurden drei Bullenhaie mit Satellitensendern ausgestattet, die sich Ende 2004 von den Haien lösen und an die Oberfläche treiben werden. Im Verlauf des Jahres 2004 wurden weitere Bullenhaie mit solchen Sendern ausgerüstet. Ende 2004 trafen die ersten Daten ein, die 2005 ausgewertet werden können.

Projektleiter Jürg Brunnschweiler

Die Stiftung finanzierte das Projekt mit insgesamt ca. 19'000 CHF


 
Tracking Workshop am AES Treffen   Im Rahmen des jährlichen Treffens der grössten internationalen Elasmobranchier Organisation, der American Elasmobranch Society (AES), in New Orleans konnte Dr. Jürg Brunnschweiler einen wissenschaftlichen Workshop zum Thema "Tracking von Haien" organisieren. An diesem sehr erfolgreichen Workshop wurde der Einsatz von bestehenden und neuen Technologien im Bereich der Verfolgung von Hai-Bewegungen und -Wanderungen diskutiert. Die Hai-Stiftung und die US-Shark Foundation unterstützten diesen Workshop finanziell. Gary Adkison, Secretary der US-Foundation und Jürg Brunnschweiler hielten Vorträge.

Unterstützung: 3'700 CHF



2006

 
Wanderung Golf von Mexiko  
Schaufelnasen-Hammerhaie (Sphyrna tiburo) leben bevorzugt in Küstennähe, wo sie auch befischt werden. Für den Schutz dieser Haiart ist es sehr wichtig zu wissen, ob Verluste in einem Gebiet durch Zuwanderung von Tieren aus einem anderen, weniger intensiv befischten Gebiet, kompensiert werden können.

Die Diplomarbeit von Markus Ruch am Zoologischen Museum der Universität Zürich beschäftigt sich mit diesem Thema.
Schaufelnasen-Hammerhai
© SeaPics / Hai-Stiftung
Ein Schaufelnasen-Hammerhai (Sphyrna tiburo).
Anhand molekularbiologischer Verwandschaftsanalysen verschiedener Schaufelnasen-Hammerhai Populationen im Golf von Mexiko konnte festgestellt werden, dass gewisse Populationen in diesem Gebiet in unterschiedlichem Mass Individuen untereinander austauschen. Je weniger Austausch, desto empfindlicher reagieren diese Gruppen auf Überfischung.

Die Stiftung hatte die wissenschaftliche Aufsicht (Betreuer Dr. Gaston D. Guex), beschaffte die Gewebeproben aus den verschiedenen Regionen und teilfinanzierte das Projekt mit ca. 5'000 CHF

Die Diplomarbeit wurde im Januar 2001 eingereicht und akzeptiert.
Publikation: > Diplomarbeit über Schaufelnasen-Hammerhaie
Hammerhaie im Golf von Mexiko
© Hai-Stiftung
Genetischer Austausch bei Schaufelnasen-Hammerhaien im Golf von Mexiko. Schwarze Pfeile: dünn = geringer Austausch, dick = starker Austausch.


Lokale Fischerei Tamil Nadu   In Zusammenarbeit mit der deutschen Meeresschutz-Organisation > Deepwave finanziert die Stiftung 2006 eine Aufklärungskampagne für Kleinfischer in Tamil Nadu, Indien. Die Fischer sollen mit Tafeln und anderen Informationsmaterialien darüber aufgeklärt werden, dass die Überfischund der in der Region bereits jetzt schon stark dezimierten Haibestände schlussendlich den Fischen und damit den Fischern selbst schadet und sie mittelfristig ihres Einkommens beraubt.
Investitionen ca. 1'600 CHF



2002

 
Verhaltensforschung   Die Stiftung unterstützte das Projekt von Dr. E. Ritter bis 3. Quartal Jahr 2001 mit insgesamt CHF 94'000. Zusätzlich wurden wertvolles Forschungsmaterial und technische Geräte zur Verfügung gestellt. Bis zum 3. Quartal 2001 konnten trotz mehrfachen Aufforderungen keine konkreten Resultate über die zwei Projekte Hai-Konditionierung und Hai-Wanderungen vorgelegt werden. Es wurden - ausser einer nicht direkt in Bezug zu den Projekten stehende Publikation - auch keine weiteren wissenschaftlichen Arbeiten in diesem Bereich publiziert.

Die zwei Projekte werden vom Stiftungsrat auf Grund fehlender Resultate nicht weiter unterstützt.

Investitionen insgesamt: ca. 94'000 CHF
 
Hai-Inventar   Bestandesaufnahme der Fauna des Marine National Parks in Walker's Cay durch Dr. E. Ritter, unter besonderer Berücksichtigung der Haie.

Das Projekt wurde vom Stiftungsrat auf Grund fehlender Resultate beendet.
 
Walhaie   Die Stiftung wurde von den Hinterbliebenen eines bei einem tragischen Tauchunfall ums Leben gekommenen Tauchers beauftragt, das bei der Beerdigung für Walhaie gesammelte Geld in ein Walhai-Schutzprojekt zu investieren. Da die Stiftung kein derartiges Projekt hat, wurde der doppelte Betrag an das Shark Research Institute, Princeton, für dessen Walhai-Aktivitäten überwiesen.

Vorerst einmalige Investition 2002: ca. CHF 3'700
 
Tiefseehaie   Im Rahmen der Zusammenarbeit mit Mark Grace NOAA/NMSF wurde ein Forschungsprojekt zur Identifikation verschiedener Tiefseehaie im Golf von Mexiko unterstützt. Frau Claudia Bänsch lieferte von ihrem Aufenthalt vom Oktober bis November 2002 Proben für die Hai-Gewebesammlung der Stiftung, einen Forschungsbericht sowie photografisches Material.

Einmalige Investition 2002: ca. 2’500 CHF
 


2000

Molekularbiologische Untersuchungen von Weissen Haien   Die Hai-Stiftung führte im Januar 1999 Gespräche mit den verantwortlichen Stellen in Südafrika und hat sich entschieden, in Zusammenarbeit mit dem Ministerium für Meeresfischerei, der Universität Stellenbosch und dem Südafrikanischen Museum 2 Projekte zum Schutz der Weissen Haie in Südafrika einzureichen. Die zwei Projekte wurden am 3. März 1999 akzeptiert und wir können im Sommer 1999 mit unseren Arbeiten beginnen. Die Projekte werden grösstenteils von Mitarbeitern der Hai-Stiftung und der Universität Zürich durchgeführt.

Auch nach mehrmaligen Anfragen konnte keine seriöse Projekt-Zusammenarbeit mit den südafrikanischen Behörden erreicht werden. Durch den tragischen Tod von Dr. D. Seady (Universität Stellenbosch) verloren wir zudem den direkten Kontakt zu Stellenbosch.


Der Stiftungsrat beschloss Ende 2000 die Projekte zu beenden.
Die 1999 für diese Projekte bereitgestellten 40’000 Franken werden für andere Projekte eingesetzt.
 

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