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 Bullenhai (Carcharhinus leucas)

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> Verbreitung
> Biologie
> Ernährung
> Grösse
> Fortpflanzung
> Ähnliche Arten
> Gefährdungsgrad
> Begegnungen mit Menschen

 Bild

Bullenhai
© Doug Perrine / SeaPics
 Verbreitungskarte

Karte


 Systematik

Stamm: Wirbeltiere (Chordata)

Klasse: Knorpelfische (Chondrichthyes)
  Ordnung: Grauhaie (Carcharhiniformes)
    Familie: Grauhaie (Carcharhinidae)
      Gattung: Carcharhinus (Carcharhinus)


 Namen

Wissensch.: Carcharhinus leucas
Deutsch: Bullenhai, Stierhai, Gemeiner Grundhai
Englisch: Bull shark, Zambezi shark, Lake Nicaragua shark, River Whaler, Freshwater Whaler, Swan River whaler
Französisch: Requin bouldogue
Spanisch: Tiburón sarda


 Allgemeines Erscheinungsbild

Gross, kräftig und schwer, mit sehr kurzer, runder Schnauze. Kleine Augen. 1. Rückenflosse nahezu gleichseitiges Dreieck, 2. Rückenflosse wesentlich kleiner als die Erste. Extrem kurze Schnauze, wesentlich kürzer als breit. Ohne Interdorsalkamm.

 Färbung

Blasse Färbung, dunkelgrauer Rücken und weisser Bauch. Schwarze Flossenenden bei Jungtieren.

 Verbreitung

Bullenhaie sind in tropischen und warm-gemässigten Meeren weitverbreitet, doch fehlen sie im Roten Meer oder den Malediven, auch findet man sie nicht im Mittelmeer. Westl. Atlantik: von Massachusetts bis südliches Brasilien. Golf von Mexiko, Karibik, Bahamas. Östl. Atlantik: Marokko, Senegal bis Angola. Südafrika bis hinauf nach Kenya. Indien. Westl. Pazifik: Thailand, Vietnam, Borneo, Neu Guinea, Australien (ohne südliche Regionen), Neukaledonien. Fiji, Tuamotu Archipel. Philippinen. Östl. Pazifik: Südl. Baja California bis Equador und evtl. Peru. Nahezu einmalig für diese Haie ist jedoch, dass sie permanent im Süsswasser leben können. So findet man Bullenhaie in verschiedensten Flüssen wie bspw. Mississippi oder Zambesi und nicht nur etwa in der Region der Flussmündungen, sondern wie im Amazonas bis zu 3500 km landeinwärts. Aber auch in Süsswasserseen wie Nicaragua- oder auch Ysabelsee (Guatemala) sind sie zu finden. Dabei handelt es sich nicht etwa um Einzeltiere, sondern meist um ganze Populationen. Ihre Fähigkeit unterschiedliche Salzgehalte zu ertragen, macht sie aber auch in Brackwassersystemen zu den häufigsten Haiarten überhaupt, wie bspw. im Indian River System bei Cape Kanaveral (Florida).

 Biologie

Langsam schwimmende Flachwasserform. Häufig in Flussmündungen und Buchten. Kann Hunderte von Kilometern flussaufwärts schwimmen (Amazonas: 3700 km). Ebenso ertragen sie auch sehr salzhaltige Gewässer. Obwohl Bullenhai eher Einzeltiere darstellen, finden sich Weibchen gerade zur Zeit der Geburten oftmals zu Hunderten ein. Ein Phaenomen, welches oft vor Florida in tiefen Riffregionen beobachtet werden kann. Weshalb sie dies tun, ist unbekannt.

 Ernährung

Haie, Rochen, Knochenfische, Weichtiere, Krebse und kann auch kanibalisch sein und Tiere der gleichen Art attackieren und fressen.

 Grösse

Durchschnittlich 225 cm und 95 kg (Männchen), Weibchen: 240 cm und 130 kg. Maximal bis ca. 350 cm und 230 kg

 Fortpflanzung

Lebendgebärend mit Dottersack-Plazenta, 1-13 Jungtiere. Schwangerschaft zwischen 10 und 11 Monaten. Männliche Bullenhaie werden etwa mit 14-15 Jahren geschlechtsreif, Weibchen mit etwa 18 Jahren. Die Jungen werden in ufernahen Regionen geboren und zeigen ein langsames Wachstum.

 Ähnliche Arten

Keine

 Gefährdungsgrad

Status in der IUCN Rote Liste(1994):

Haupt-Kriterium: > LR/nt (Geringeres Risiko / Potentiell Bedroht)
Unter-Kriterium:
Trend: Unbekannt


 Begegnungen mit Menschen

Bullenhaie gehören ohne Zweifel zu den gefährlichsten Haiarten überhaupt. Basierend auf der ISAF (International Shark Attack File) werden sie, zusammen mit Tigerhaien und Weissen-Haien , zu den notorischsten Arten gezählt. Einzelne Wissenschafter sind sogar der Meinung, dass viele Unfälle, welche den Weissen Haien angelastet werden, in Wirklichkeit von Bullenhaien herrühren. Das wird dadurch begründet, dass nach Unfällen sehr oft nur Bissspuren übrigbleiben und Bullenhaie, ähnlich den Weissen, ebenfalls gesägte und nahezu dreieckige Zähne im Oberkiefer besitzen. Trotz allem ist ihre Gefährlichkeit jedoch zu relativieren, denn zwischen 1995 und 1996, gab es weltweit nur gerade einen verbürgten und einen zweifelhaften Unfall mit diesen Tieren. Begegnet man diesen Tieren, fällt auf, dass sie oftmals direkt auf den Taucher oder Schnorchler zuschwimmen, etwas, was bei Riffhaien meist nicht der Fall ist (abgesehen von tauchergewöhnten oder angefütterten Tieren). Diese, meist einschüchternde Annäherungsweise, wird durch eine geringe Fluchtdistanz unterstrichen. Dabei entsteht meist auch ein Gefühl von diesen Haien "angestarrt" zu werden, etwas, was zwar denn meisten Grauhaien nachgesagt werden kann, bei Bullenhaien aber durch die sehr kleinen Augen unangenehm auffällt.



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